Vorsicht bei Luftmatratzen und aufblasbaren Schwimmtieren
Hamburg (ots) -
Wer im Sommer zum Schwimmen an einen Baggersee fährt, sieht dort
einen ganzen Zoo an aufblasbaren Schwimmtieren: Bunte Krokodile zum
Beispiel, Pinguine oder Enten. Doch so putzig die aufblasbaren Tiere
auch sind - Eltern sollten ihre Kinder damit erst dann ins Wasser
lassen, wenn sie gut schwimmen können. Denn Schwimmtiere und
Luftmatratzen können gefährlich werden, warnt Susanne Woelk von der
“Aktion DAS SICHERE HAUS”:
Woelk,:
“Es ist ja so, dass die Kinder sich mit Schwimmtieren und
Luftmatratzen ganz sicher im Wasser fühlen und auch ganz toll damit
rumplanschen. Und auch viele Eltern glauben, dass ihre Kinder mit
diesen Schwimmhilfen sicher im Wasser unterwegs sind. Aber das stimmt
leider nicht, denn wenn die Kinder zum Beispiel in Panik geraten, ins
Wasser fallen und nicht schwimmen können, dann können sie ertrinken,
selbst wenn das Wasser nicht tief ist.”
Erst wenn Kinder sicher schwimmen können, kann man sie mit
Aufblas-Ente und Co. zum Baden schicken. Sie sollten mindestens das
Jugendschwimmabzeichen Bronze haben, sagt Klaus Brandenstein vom
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft:
Brandenstein,:
“Eine einfache Seepferdchen-Prüfung reicht definitiv nicht aus.
Dieses Abzeichen bekommen die Kinder schon, wenn sie beispielsweise
nur 25 Meter im Schwimmbecken schwimmen können. Beim Freischwimmer
dagegen müssen die Kinder aber 200 Meter schwimmen und das Tauchen
gehört ebenfalls zur Prüfung und außerdem muss man auch die
Baderegeln beherrschen.”
Die Qualität der Schwimmtiere ist sehr unterschiedlich. Je
hochwertiger die Badetiere sind, desto mehr Sicherheit bieten sie:
Brandenstein,
“Man sollte keine aufblasbaren billigen Schwimmtiere aus dünnem
Plastik kaufen. Sie gehen leicht kaputt und bieten auch kaum
Sicherheit. Auch bei Luftmatratzen gibt es Qualitätsunterschiede,
auch da sollte man gucken, dass die Luftmatratze beispielsweise
beschichtet ist und versenkbare Sicherheitsventile hat. Meist haben
diese Luftmatratzen auch das GS-Prüfzeichen.”
Auch Versicherungsschutz ist wichtig, so der Versicherungsexperte.
Denn Schwimmunfälle sind Freizeitunfälle, bei denen die private
Kinderunfallversicherung hilft. Sie mildert den Verlust an
Lebensqualität, der von Kindern oft besonders dramatisch erlebt wird.
Als Invaliditätsleistung kann eine Kapitalleistung, aber auch eine
Rente vereinbart werden. Für die Zeit der Krankenhausbehandlung und
Genesung werden je nach Vereinbarung Tagegelder fällig.
Pressekontakt:
Kontakt:
Klaus Brandenstein, GDV, Tel.: 030 / 2020-5883, E-Mail:
k.brandenstein@gdv.org
Dr. Susanne Woelk, Aktion DAS SICHERE HAUS, Tel.: 040 / 29 81 04 62,
s.woelk@das-sichere-haus.de
Quelle: news aktuell GmbH