22.03.2007 - 15:31 Uhr, Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Bonn (ots) - Fast alle tun es - und das sogar täglich: duschen.
Leider ist es aber nicht immer nur der Schmutz, der sich beim Kontakt
mit heißem Wasser aus den Poren löst. Duschen und Baden entziehen der
Haut natürliches Fett, und ein allzu großzügiger Umgang mit
schäumenden Pflegemitteln verstärkt diesen Effekt noch. Wer ein paar
einfache Regeln beherzigt, muss aber auch bei trockener Haut nicht
auf die tägliche Dusche verzichten.
Erst mit der morgendlichen Dusche fühlen wir uns richtig gepflegt
und fit für den Tag. Selbst für trockene und empfindliche Haut muss
das kein Problem sein - solange die Dusche kurz ausfällt und das
Wasser nur lauwarm fließt. Denn je heißer das Wasser, desto größer
sind die Fett- und Feuchtigkeitsverluste: Schon nach vier Minuten
heiß Duschen kann sich fast die gesamte schützende Fettschicht
auflösen. Seife oder stark schäumende Duschgels laugen die Haut oft
zusätzlich aus, sodass sie spröde und anfällig für Irritationen wird.
Wer zu trockener Haut neigt, sollte daher milde Duschcremes mit
natürlichen Pflegeölen verwenden, da sie besonders schonend reinigen
und mit natürlichen Ölen vor dem Austrocknen schützen.
Schaumbäder: Gut für die Seele, schlecht für trockene Haut
Eine echte Strapaze für trockene Haut sind ausgedehnte
Schaumbäder. Das heiße Wasser lässt die Haut aufquellen und
schäumende Badezusätze entziehen ihr deutlich mehr Fett und
Feuchtigkeit als eine kurze Dusche. Gegen ein gelegentliches
Wohlfühlbad von 10 bis 15 Minuten ist aber auch bei trockener Haut
nichts einzuwenden, wenn die Wassertemperatur höchstens 39 Grad C
beträgt und ein rückfettendes Ölbad die Haut pflegt. Bei besonders
trockener und empfindlicher Haut ist es ratsam, ein Ölbad ohne
Emulgatoren zu wählen. Emulgatoren entziehen der Haut zusätzlich Fett
und machen den positiven Effekt der Pflegeöle zum Teil wieder
zunichte.
Besser Tupfen statt Rubbeln
Kräftiges Trockenrubbeln mit dem Handtuch kurbelt zwar die
Durchblutung an, entfernt aber auch hauteigene Fette und schützende
Pflegeöle. Besser ist es, die Haut sanft abzutupfen. Nach dem Duschen
oder Baden sollte die Haut unbedingt mit einer reichhaltigen Lotion
eingecremt werden - am besten solange die Haut noch warm und die
Poren offen sind. Körperöl kann sogar auf der noch feuchten Haut
verteilt werden, denn auf diese Weise entfaltet es einen besonders
hohen Feuchtigkeitsschutz. Wer gern ins Schwimmbad geht, kann sich
diesen Effekt zunutze machen, indem er sich nicht nur nach, sondern
auch vor dem Schwimmen mit einem Körperöl eincremt. Ob Duschcreme,
Ölbad oder Körperlotion: Wer zu trockener und sensibler Haut neigt,
sollte Produkte auf der Basis natürlicher Rohstoffe bevorzugen. Im
Gegensatz zu dem häufig verwendeten Paraffinöl dringen pflanzliche
Öle tief in die Haut ein, versorgen sie mit wichtigen Fettsäuren und
lassen die Haut gleichzeitig atmen.
Tipps für die Reinigung und Pflege der trockenen Haut hat die DHA
in der Broschüre “Basispflege trockener und empfindlicher Haut -
Anforderungen an Hautpflegeprodukte” zusammengestellt. Der Ratgeber
ist kostenfrei und kann bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe
e.V. (DHA), Gotenstraße 164 in 53175 Bonn angefordert oder im
Internet unter www.dha-hautpflege.de abgerufen werden. Getestete
Pflegeprodukte mit dem DHA-Siegel für trockene und allergische Haut
gibt es im Handel.
Pressekontakt:
Monika Wohlert
Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
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Quelle: news aktuell GmbH