Meryl Streep leidet unter Selbsthass und Zweifeln
01.10.2006 - 09:05 Uhr, FÜR SIE
Hamburg (ots) - Für Oscar-Gewinnerin Meryl Streep ist die
Schauspielerei eine Qual: “Immer wenn ich spiele, habe ich Phasen von
riesigem Selbsthass und großem Zweifel. Am liebsten würde ich dann
alles abblasen”, gesteht die 57-Jährige im Interview mit der
Frauenzeitschrift FÜR SIE, die am 4. Oktober erscheint. “Und jedes
Mal erinnert mich mein Mann daran, dass diese Gefühle zu dem Prozess
der Arbeit gehören”, sagt Streep.
Trotz ihrer Erfolge ist die Schauspielerin auf die Filmindustrie
nicht gut zu sprechen. Sie sei sich nicht sicher, ob sie “heute
wieder ins Filmgeschäft einsteigen würde”, bekennt Streep. “Für eine
junge Schauspielerin reicht es heute nicht mehr, Talent zu haben. Sie
muss sich auch noch zum Sexobjekt stilisieren. Und das würde ich
sicher nicht mitmachen”.
Zudem habe sie sich zu Beginn ihrer Karriere gar nicht für
attraktiv gehalten. Das sei ihr erst kürzlich beim Betrachten des
Films “Manhatten” von Woody Allen aufgefallen. “Mir fiel ein, wie
hässlich ich mich damals, 1979 gefühlt habe”, sagt Streep. Sie habe
sich für zu fett und ihre Nase für zu lang gehalten. “Heute denke
ich: Sie war doch so schön, was hatte sie nur?”
In ihrem neuen Film “Der Teufel trägt Prada” (Kinostart: 12.
Oktober) spielt Streep die Chefredakteurin eines Modemagazins. Für
sie selbst wäre ein solcher Karrierejob aber nichts. “Ich hätte nie
genügend Disziplin, eine große Managerin zu werden. Ich schaffe es
nur phasenweise, mich wirklich zusammenzureißen”, sagt Streep.
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Quelle: news aktuell GmbH