Henkel-Werk in Wassertrüdingen erhält Auszeichnung
Ob Haarspray, Colorationen für den Profi oder Shampoo für Zuhause - viele der bekannten Markenprodukte von Schwarzkopf stammen aus Wassertrüdingen, der größten Produktionsstätte der Schwarzkopf & Henkel Production Europe. Im Rahmen des von der Unternehmensberatung A.T. Kearney und der Fachzeitschrift “Produktion” ausgeschriebenen Wettbewerbs “Fabrik des Jahres” belegt das bayrische Werk den ersten Platz in der Kategorie Produktionslogistik.
Am 27. Februar 2003 wurde in Ludwigsburg die Auszeichnung für die “Fabrik des Jahres” verliehen, die seit 1992 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) im Rahmen des gleichnamigen Wettbewerbs ausgeschrieben wird. Stellvertretend für sein Team von rund 800 Mitarbeitern nimmt Dr. Rainer Schmidt, Werksleiter Wassertrüdingen, die Auszeichnung von der Unternehmensberatung A.T. Kearney und der Zeitschrift “Produktion” entgegen. “Es waren das Engagement der Mitarbeiter, die offene Führungskultur und die interne Ablaufoptimierung, die uns so voran gebracht haben”, freut sich Schmidt über den Erfolg.
Vorbildliches Handling der Komplexität
Jährlich 340 Millionen Einheiten (Dosen, Flaschen und Tuben) aus den Bereichen Non-Aerosole, z.B. Haarfarben, Shampoos, Kuren und Duschgele, und Aerosole wie Haarsprays, Deosprays und Schaumfestiger werden am Kosmetik-Standort Wassertrüdingen produziert. Insgesamt werden 760 Rohstoffe für 1600 unterschiedliche Rezepturen verwendet, aus denen 3.200 Artikel entstehen. 7.500 Verpackungsmaterialien sorgen dafür, dass die Produkte auf den unterschiedlichen Märkten und bei den jeweiligen Zielgruppen erfolgreich sind.
“Zu 99,45 Prozent erfüllen wir die Bestellmengen und zu 97,62 Prozent schaffen wir das in der vom Kunden gewünschten Zeit”, erklärt Schmidt. Parallel zur effizienteren Produktion (die Anlageneffizienz liegt bei 88 %) konnte der Lagerbestand auf durchschnittlich neun Tage verringert und die Nachfrage somit flexibler befriedigt werden. Gleichzeitig leistet das Kosmetik-Werk die europäische Zentrallogistik für das Friseurgeschäft Schwarzkopf Professional. Täglich werden rund 1.000 Aufträge mit ca. 4.000 Paketen für Friseurkunden in Deutschland, Benelux, Dänemark und Österreich abgewickelt - garantiert innerhalb von 24 Stunden. Zudem exportiert die Produktionsstätte Fertigwaren, Rohstoffe und Halbfertigprodukte in 80 Länder auf fünf Kontinente. In der Begründung für die Preisvergabe wird deshalb unter anderem ein sehr gutes Handling der extrem hohen Komplexität hervorgehoben.
Mitarbeiter entscheiden(d)
Neben der ausgefeilten, internen Produktionslogistik sind die Mitarbeiter ein weiterer Schlüsselfaktor für die Effizienz des Standorts. Der Grundstein für den heutigen Erfolg wurde im Jahr 2001 gelegt, als die Produktionslinien komplett umorganisiert wurden. Gemeinsam entwickelten die Führungskräfte, Meister, der Betriebsrat, Personalabteilung und Controlling ein System weg von der einzelnen Produktionslinie hin zum linienübergreifenden Team. Ein Steuerungsinstrumentarium mit durchgängigen Zielsetzungen kombiniert mit einem guten Arbeitsklima durch positiv gestimmte Mitarbeiter gehört somit zu der Erfolgsformel, die das Werk zu dieser Auszeichnung brachte. “Je höher das Niveau der Produktion, desto mehr entscheiden Mitarbeiter über effektive Prozesse, gewichtiger als Maschinen und Techniken”, so Schmidt.
“Henkel - A Brand like a Friend”. Henkel ist führend mit Markenartikeln und Technologien, die das Leben der Menschen leichter, besser und schöner machen. Die Henkel-Gruppe ist aktiv in drei strategischen Geschäftsfeldern - Wasch-/Reinigungsmittel (Home Care), Kosmetik /Körperpflege (Personal Care), Klebstoffe, Dichtstoffe und Oberflächentechnik (Adhesives, Sealants and Surface Treatment). Das Unternehmen ist in mehr als 75 Ländern tätig. Im Geschäftsjahr 2002 erzielte die Henkel-Gruppe einen Umsatz von 9,66 Mrd Euro und ein betriebliches Ergebnis (EBIT) von 666 Mio Euro. 48.638 Mitarbeiter sind weltweit für die Henkel-Gruppe tätig.
Quelle: Henkel.de
Frankfurt am Main, 01.02.2003